Akropolis
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Der Parthenon
Das Wort Parthenon bedeutet „Tempel der Jungfrau“. Im Inneren besteht der Parthenon aus zwei Räumlichkeiten. In der einen stand die Kultstatue der Göttin und in der anderen war der Staatsschatz der Stadt. Dorthin brachte man später auch den Schatz des Delischen Seebundes, über den Athen die Führung übernommen hatte.

 

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Informationen für Besucher

Archäologische Stätte:
Tel.: +30 210 3210219
Öffnungszeit: Montag- Sonntag: 8.00- 20.00
Google Map
Zugang: U-Bahnstation (Metro): Akropolis
Ticket: 12 Euro
Kinder und Jugendliche bis einschließlich 18 Jahre haben freien Zutritt.  
Studenten aus Mitgliedstaaten der EU haben freien Zutritt.
Studenten aus nicht EU Staaten: 6 Euro
Besucher ab 65 Jahre: 6 Euro

Mit Ihrem Ticket können Sie das religiöse, administrative, politische, kulturelle und wirtschaftliche Zentrum des antiken Athen besichtigen. Die wichtigsten Monumente: Auf dem Hügel der Akropolis befindet sich das religiöse Zentrum der Stadt mit den heiligen Tempeln. Am Fuße des Hügels liegen:1) Das Theater des Dionysos 2) das Odeon des Herodes Atticus: Sie können sowohl um das Odeon herumgehen, als es auch vom Hügel der Akropolis aus bewundern. Der Zugang zum Monument ist jedoch nur während der Veranstaltungen im Rahmen des „Festivals Athens und Epidaurus“ möglich. 3) Die antike Agora:Hier wurden die wichtigen öffentlichen Gebäude und einige Heiligtümer der Stadt errichtet.Gleichzeitig entwickelte sich eine intensive wirtschaftliche, gesellschaftliche und kulturelle Aktivität. 4) Die Pnyx:Es handelt sich um den amphitheatrischen Ort, an dem die Athener ihre Versammlungen abhielten.Vom Bema der Pnyx hielten die hervorragenden Politiker Athens wie Kimon und Perikles ihre Reden.

Museum:
Tel.: +210 9000900
Öffnungszeit: Dienstag, Mittwoch,und Donnerstag: 9.00- 17.00  Freitag: 9.00- 22.00  Samstag und Sonntag: 9.00- 20.00
Ticket: 5 Euro
Kinder und Jugendliche bis einschließlich 18 Jahre haben freien Zutritt.
Studenten aus Mitgliedstaaten der EU haben freien Zutritt.
Studenten aus nicht EU Staaten: 3 Euro
Besucher ab 65 Jahre: 3 Euro

 

Text

Die aufeinanderfolgende Nutzung des Hügels der Akropolis
1)Anfangs gab es in der Steinzeit auf dem Hügel der Akropolis eine kleine Siedlung.
2)Später, in der mykenischen Zeit, war die Stadt Athen ein Königreich, so wie andere Königreiche, die es in Griechenland gab.Auf dem Hügel der Akropolis wurde der Palast der Stadt gebaut und ihr wichtigster Tempel, welcher der Beschützerin der Stadt geweiht war, der Göttin Athene.Die Bauten wurden von einer imposanten Mauer umgeben.
3)Irgendwann wurde die Königsherrschaft aufgegeben und der Palast dem Erdboden gleichgemacht. Damals wurde der Hügel der Akropolis zum religiösen Zentrum der Stadt.Dort lag das wichtigste Heiligtum Athens mit den der Göttin Athene geweihten Tempeln.Die mykenische Mauer blieb weiterhin erhalten um das Heiligtum einzugrenzen.Innerhalb des Heiligtums gab es außer Tempel auch Skulpturen, Weihgeschenke der Stadt oder wohlhabender Bürger für die Göttin Athene.Tempel und Skulpturen waren mit Farbe verziert.

Der Bau der heute sichtbaren Monumente auf dem Hügel der Akropolis – Geschichtlicher Rahmen Die Perserkriege sind ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte der Griechen. Die Perser stellten aus allen Winkeln ihres Reiches ein gewaltiges Heer auf um zweimal die Griechen anzugreifen: einmal im Jahre 490 v.Chr. und zum zweiten Mal zehn Jahre später um 480 v.Chr. Die Staatsformen der Griechen-Stadt-Staaten und Königreiche- vereinten sich um gemeinsam den persischen Eindringling abzuwehren.Trotz der zahlenmäßigen Überlegenheit den persischen Heeres endeten beide Feldzüge erfolglos. Die Griechen siegten gemeinsam, weil sie für ihre Freiheit kämpften. Freiheit ist für die antike griechische Kultur ein wesentlicher Begriff.Die Perser und die ihnen unterworfenen Völker kämpften aus Furcht vor ihrem persischen König, ihnen war die Freiheit etwas Unbekanntes.Führend in den Schlachten der Perserkriege waren Athener und Spartaner.Der Sieg über die Perser stärkte das Gefühl des Nationalstolzes und das Selbstbewußtsein der Griechen und gaben der Kultur Antrieb.

Während des zweiten persischen Feldzuges beschloß die militärische Führung des Athener Stadtstaates die Stadt zu räumen und anderswo die Abwehr zu organisieren. So fielen die Perser in die verlassene Stadt ein und plünderten sie. Die heiligen Tempel der Akropolis und des Sounio wurden in Brand gesetzt. Von weitem sahen die Athener die Flammen des Feuers, welches ihre Stadt zerstörte, in den Himmel steigen.Sie gaben jedoch nicht auf, denn sie wußten, daß ihre Stärke in der Flotte lag und vor allem in der Seele ihrer Menschen. Nach dem Sieg der Griechen kehrten die Athener in ihre Stadt zurück und sahen das ganze Ausmaß der Katastrophe.

Jetzt nimmt Athen eine Führungsrolle unter den Griechen ein. Eine Hauptrolle im politischen Leben nimmt zuerst Kimon und später Perikles ein. Perikles fördert die Demokratie. Mit seinen Reformen nehmen die Bürger immer mehr an der Verwaltung ihrer Stadt teil. Die Macht des Adels schwindet. Auf Initiative des Perikles werden die zerstörten Tempel der Akropolis und Sounio wieder aufgebaut. Die Tempel der Akropolis, die man dort heute sieht und der Poseidontempel am Kap Sounio wurden im Rahmen des Bauprogramms Perikles errichtet. 

Im Jahre 431 v.Chr. bricht zwischen den mächtigsten Stadt-Staaten Griechenlands Athen und Sparta der Krieg aus. Drei Jahre nach Ausbruch des Krieges belagern die Spartaner die Stadt. Durch die Belagerung der Stadt bricht in Athen eine fürchterliche Epidemie aus, an der Perikles stirbt. Seine Aufbaupläne der Akropolis werden auch nach seinem Tod fortgesetzt, dann aber aus finanziellen Gründen abgebrochen, mit dem Ergebnis, daß manche Bauten nicht vollendet wurden. Bei Kriegsende ist Athen besiegt und wirtschaftlich am Ende.

In den folgenden Jahrhunderten wurden die Tempel zweckentfremdet. Aus dem Parthenon wurde eine Kirche und später eine Moschee.1687 belagerten die Venezianer die Akropolis, in der sich die Türken verschanzt hatten. Eine venezianische Granate traf den Parthenon, aus dem die Türken ein Pulvermagazin gemacht hatten. Es kam zur Detonation und ein großer Teil des Parthenon wurde zerstört. Im 19.Jht. brach Lord Elgin einige Architekturteile aus den Bauten der Akropolis heraus und brachte sie nach London. Sie befinden sich heute im Britischen Museum und man versucht sie nach Griechenland zurück zu bekommen.

Mythologie:Der Kampf zwischen Athene und Poseidon um die Herrschaft über Athen Gründer und erster König über Athen war Kekrops. Er regierte im 16.Jht.v.Chr.,um 1600 bis 1500 v. Chr. Kekrops war vielleicht eine historische Person, die zum Mythos wurde. Die Athener glaubten, daß sein Oberkörper der eines Menschen war und sein Unterleib der einer Schlange. Er genoß eine besondere Stellung in den Herzen der Athener wegen seiner Rolle beim Streit Athenes mit Poseidon um die Namensgebung Athens. Zwei der olympischen Götter, Poseidon, der Gott des Meeres und Athene, die Göttin der Weisheit, stritten sich darüber, wer von ihnen der Stadt seinen Namen geben sollte und so zum Schutzherrn werde. Bis dahin hieß die Stadt nach ihrem König Kekropia.

Die Bewohner Kekropias versammelten sich auf dem Hügel der Akropolis, wo in grauen Vorzeiten der Palast der Stadt lag. Dort sollten beide Gottheiten ihr Geschenk für die Stadt präsentieren. Die Gottheit mit dem besseren Geschenk sollte gewinnen. Die übrigen zehn Götter sollten Schiedsrichter spielen. Zuerst stellte sich Poseidon auf einen Felsen und schlug mit seinem Dreizack fest auf die Erde. Salzwasser quoll hervor und bildete einen See. Die Athener applaudierten vor Begeisterung. Dann kam Athene an die Reihe. Sie stieß mit ihrem Speer auf die Erde und es wuchs ein Olivenbaum. Die Athener applaudierten erneut begeistert. Die zehn Götter baten Kekrops um Rat. Dieser schaute sich um. Wohin er auch blickte, überall war Meer. Er meinte, daß Poseidons Geschenk nicht so nützlich für die Stadt war. Dagegen war Athenes Geschenk sehr nützlich, da er der erste Baum war, der auf Athens unfruchtbarer Erde wuchs. Kekrops wählte Athene. Die zehn Götter stimmten zu. So gab Athene der Stadt ihren Namen und nahm sie unter ihren Schutz. Der Olivenbaum wurde zum heiligen Symbol der Göttin. Er gab den Athenern die Frucht, aus der man Öl herstellte.

Die Bauten der Akropolis

Die Propyläen Die Bauten der Akropolis sind von Mauern umgeben, die über einen eindrucksvollen Eingang verfügen, den Propyläen. Wegen der schlechten wirtschaftlichen Lage auf grund des Krieges zwischen Athen und Sparta wurden die Propyläen nicht fertiggestellt.

Der Nike-Tempel Steigt der Besucher den heiligen Hügel hinauf, sieht er rechts von den Propyläen einen kleinen zierlichen Tempel ionischer Ordnung. Er war der Göttin Athene geweiht. Hier wurde sie als „Athene Nike“ verehrt.

Der Parthenon Das Wort Parthenon bedeutet „Tempel der Jungfrau“. Im Parthenon wurde die Göttin Athene als jungfräuliche Göttin verehrt. An der Stelle des heutigen Parthenon gab es mindestens zwei ältere Tempel, die nacheinander gebaut wurden und beide waren der Jungfrau Athene geweiht. Der zweite wurde von den Persern zerstört. Die Architekten des heutigen Parthenon waren Iktinos und Kallikrates. Im Parthenon sind beide Ordnungen der antiken griechischen Architektur vereint, die dorische und die ionische.

Im Inneren besteht der Parthenon aus zwei Räumlichkeiten. In der einen stand die Kultstatue der Göttin und in der anderen war der Staatsschatz der Stadt. Dorthin brachte man später auch den Schatz des Delischen Seebundes, über den Athen die Führung übernommen hatte.

Der Parthenon ist bekannt für seine architektonischen Feinheiten. Die Anwendung solcher Kunstmittel kennt man auch von anderen antiken Tempel vor dem Parthenon, aber beim Parthenon erreicht sie ihren Höhepunkt. Mit „architektonischen Feinheiten“ ist die Abweichung von der horizontalen und der vertikalen Achse gemeint.

Warum benutzten die Architekten diese Technik? Die antiken Griechen hatten festgestellt, daß eine absolute Gerade mit bloßem Auge betrachtet einem Bogen ähnelt. Ist sie jedoch leicht gekrümmt, sieht sie gerade aus. Die architektonischen Feinheiten werden als optische Tricks benutzt. Der Architekt gab der Geraden eine leichte Krümmung, damit sie geradlinig aussah. Nur bei genauer Betrachtung läßt sich feststellen, daß die Geraden beim Parthenon in Wirklichkeit keine sind. Der erste Eindruck ist, daß es am Monument keine Krümmungen gibt, während tatsächlich aber keine Geraden vorhanden sind.

Die architektonischen Feinheiten beim Parthenon: Die imaginäre Pyramide. Die Säulen scheinen senkrecht zu stehen, sind es aber nicht. Bei einer imaginären Verlängerung gen Himmel bildet sich eine Pyramide. 2) Die Krümmung des Bodens. Er scheint eben zu sein, ist es in Wirklichkeit aber nicht. Es bildet sich eine leichte Wölbung nach oben, als ob er „aufgeht“.3)Die Verjüngung der Säulen. Ihr Durchmesser verringert sich nach oben. Sie werden also nach oben hin „dünner“. Das nennt man „Verjüngung“, Miosi .Sie wird jedoch nicht konsequent bis zum Ende der Säule durchgeführt. In der Höhe von einem Drittel der Säule gibt es eine plötzliche Schwellung, die sogenannte Entasis . Durch sie wird die Säule optisch „gestärkt“ um das Gewicht des Bauwerks zu tragen.4) Der Abstand zwischen den Säulen ist nicht gleich, auch wenn es so aussieht.

Das Erechtheion  Das Erechteion ist ein Tempel ionischer Ordnung. Architektonisch es ist kein typisch antiker griechischer Tempel, sondern es handelt sich um ein besonderes architektonisches Monument mit Hallen (Stoa) an drei Seiten.Das Erechteion steht mit dem Mythos um den Kampf der Namensgebung der Stadt zwischen Poseidon und Athene in Verbindung.Westlich des Erechteions war der heilige Ölbaum,den die Göttin Athene gepflanzt hatte. In der Südhalle des Erechteion sind die Spuren von Poseidons Dreizack sichtbar. In der Nordhalle liegt das Grab des mythischen Königs Kekrops. Die Halle stützt sich nicht auf Säulen, sondern auf Skulpturen junger Frauen, die bekannt sind als „ Karyatiden“. „Karyatiden“ sind die Mädchen, die aus Karyes stammen, einer Stadt der Peloponnes. Benannt wurde das Erechteion nach dem mythischen König Erechtheus, der Götterstatus erhielt und in einem Raum des Tempels verehrt wurde.

 

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Die Gebäude der Akropolis
Im Vordergrund: Das Herodion.Das Herodion befindet sich am Fuße des Akropolis-Hügels. Dahinter:Die Gebäude des Akropolis-Hügels: Von links: Die Propyläen und daneben der Athene Nike Tempel. Der Tempel der Athene Nike wird restauriert und ist durch das Gerüst sichtbar. 2) Das Erechtheion 3) Der Parthenon. Im Hintergrund: Hinter dem Parthenon ist im Hintergrund der Lykabettos-Hügel sichtbar.

 

 

 

Darstellung der Bauten der Akropolis
Im Heiligtum der Akropolis wurde hauptsächlich die Göttin Athene verehrt, die Göttin der Weisheit und Schutzgöttin der Stadt. Man sieht die Athene-Statue. Als Schutzgöttin der Stadt wird sie mit Speer, Schild und Helm dargestellt.

 

 

Parthenon: Detail
Der Parthenon ist der jungfräulichen Göttin Athene geweiht. Die Bezeichnung  „Parthenon“  wird vom griechischen „Parthena“, die Jungfrau, abgeleitet.

 

 




Erechtheion
Im Erechtheion verehrt wurden die Göttin der Weisheit Athene, der Meeresgott Poseidon, der mythische König Erechtheas, der die Gestalt einer Schlange hatte, Erechtheas Bruder Vutis und der mythische König Kekrops, der den Oberkörper eines Menschen und den Unterleib einer Schlange hatte. Der Sage nach lebte im Erechtheion Athenes heilige Schlange.

 

 

Erechtheion: Die Halle der Karyatiden
Die Halle der Karyatiden wurde als Grabmonument des mythischen Königs Kekrops errichtet. Die Karyatiden umgeben die Stelle, an der der mythische König begraben wurde.


 

Der Athene Nike Tempel
Der Besucher sieht beim Hinaufsteigen auf den heiligen Hügel rechts neben den Propyläen einen kleinen eleganten Tempel der Göttin Athene geweiht, als Göttin des Sieges. Als sich noch auf dem Akropolis-Hügel der Palast der Stadt befand, stand vor dem Bau des Nike Tempels an dieser Stelle ein Turm der Befestigungsanlage.


 

Die Propyläen (in der Mitte) und der Athene Nike Tempel (rechts)
Die heiligen Tempel der Akropolis sind von einer Befestigungsmauer mit einem mächtigen Eingangstor, den Propyläen, umgeben. Vor dem Bau der heiligen Tempel lag auf dem Hügel der Akropolis der Palast der Stadt. Aus dieser fernen Zeit stammt der Bau der Befestigungsmauer.

 

 

Bronzestatue der Göttin Athene.Archäologisches Museum Piräus
Die Göttin Athene trägt einen Helm und Kriegsausstattung, weil sie als Beschützerin der Stadt eine kriegerische Göttin ist.


 

Das Akropolismuseum

 

 



Terrakotta Statuen zweier Nike. Akropolismuseum.
Terrakotta Statuen zweier Nike, wahrscheinlich von der Dachdekoration eines Gebäudes (Akroter). 1.-3. Jh.n.Chr.

 

 

Der Giebel des archaischen Parthenon oder Hekatompedos. Um 570 v.Chr. Akropolismuseum.

 

 

Block VI des östlichen Parthenonfrieses. Poseidon, Apollon und Artemis. Akropolismuseum.

 

 



Metopen der Sϋdseite des Parthenon. Akropolismuseum.

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