Delphi
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Der Apollon-Tempel

Informationen für Besucher - Text - Image Gallery

 

Informationen für Besucher

Tel.: +30 22650 82312
Öffnungszeit: Αrchäologische Stätte: 7.30- 20.00 Μuseum: 7.30- 20.00
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Zugang: 2 Stunden 30 Min. Fahrt ab dem Zentrum Athens.
Ticket: Einheitliches Ticket für die archäologische Stätte und das Museum: 9 Euro
Ticket nur für das Museum:5 Euro
Ticket nur für die archäologische Stätte:5 Euro
Kinder und Jugendliche bis einschließlich 18 Jahre haben freien Zutritt.
Studenten aus Mitgliedstaaten der EU haben freien Zutritt.
Studenten aus nicht EU Staaten: Einheitliches Ticket für die archäologische Stätte und das Museum: 5 Euro
Besucher ab 65 Jahre: Einheitliches Ticket für die archäologische Stätte und das Museum: 5 Euro

 

Text

Das Orakel von Delphi befindet sich am Fuße des Parnassos-Gebirges. Vor ihm erstreckt sich eine grüne Ebene. Wie wurde Delphi als heiliger Ort auserwählt? In uralten Zeiten beobachteten die Hirten, daß ihre Schafe seltsame Krämpfe zeigten, wenn sie an einer bestimmten Stelle weideten. Sie näherten sich der Stelle und sahen eine Felsspalte, aus der Dämpfe austraten, die aufputschten und Halluzinationen verursachten, entstanden durch einen unterirdischen Wasserstrom. Die Menschen glaubten, hier mit der Mutter Erde in Kontakt treten zu können. So wurde diese Stelle als heilig erklärt. Wie kam es zur Kommunikation zwischen der Mutter Erde und den Menschen? Die Menschen kamen und schliefen hier. In ihren Träumen gab die Mutter Erde Antwort auf ihre Fragen. Außer der Mutter Erde verehrte man in Delphi auch ihren Ehemann Poseidon, den Gott des Meeres und des nassen Elementes im allgemeinen. Poseidon belebt die Erde mit seinem Wasser. In Delphi baute man einen Tempel, der Mutter Erde geweiht und einen anderen für Poseidon.

Irgendwann wurde der Kult der Mutter Erde und des Poseidon von dem Kult des Apollon abgelöst. Apollon ist der Gott der Sonne, des Lichtes, der Musik und der Harmonie. Durch ihn wendet sich der Blick des Menschen hoch in den Himmel. Der Kult der Mutter Erde steht in Verbindung mit dem Lebenszyklus des Menschen und den Kreis der Jahreszeiten. Die Mutter Erde und Poseidon verleiten den Menschen dazu seinen Blick nach unten zu halten, auf den beständigen, „lebendigen“, sich ständig verändernden Boden, auf den er tritt. Apollon setzte sich durch und wurde zur vorherrschenden Gottheit von Delphi.Sein Kult existierte neben dem Kult der Gottheiten, die es vor ihm gab. Apollon setzte sich durch, als er die Schlange Python tötete, ein Kind der Mutter Erde. In Delphi wurden auch Dionysos verehrt, der Gott des Weines, des zügellosen Feierns und des Theaters und Athene, die Göttin der Weisheit.

Wie traten die Menschen mit Apollon in Kontakt? Wie offenbarte Apollon den Menschen die Zukunft und seinen Willen? In Delphi baute man ihm zu Ehren einen prachtvollen Tempel. Dort stellte der Gläubige den Priestern seine Frage. Anschließend ging einer der Priester in das Adyton des Tempels, begleitet von der Pythia, Apollons Priesterin.Das Adyton des Tempels umschloß die heilige Felsspalte. Die Pythia saß auf dem heiligen Dreifuß neben der Felsspalte und kaute auf Lorbeerblättern. Der Lorbeerbaum war dem Apollon heilig. Unter dem Einfluß der Halluzinationen verursachenden Dämpfe aus der Felsspalte schrie und stammelte die Pythia unverständliche Worte. Die alten Griechen glaubten,daß die Pythia in diesem Augenblick in Extase war und Apollon durch sie die Zukunft und seinen Willen verkündete. Danach verließen Priester und Pythia das Adyton.Der Priester bearbeitete die unverständlichen Worte der Pythia zusammen mit den anderen Priestern und kamen zu einem Orakelspruch, den sie aufschrieben und dem Fragesteller aushändigten. Der Orakelspruch wurde in Versform verfaßt. Oft konnte ein Orakelspruch doppeldeutig ausgelegt werden. Auf diese Weise konnten die Priester sicherstellen, daß das Orakel immer Recht hatte.

Die Staatsformen des antiken Griechenlands, Stadt-Staaten und Königreiche, fragten das Orakel in Delphi um Rat für den geeigneten Ort um eine Kolonie zu gründen. Die Priester sammelten Informationen aus allen Winkeln der bekannten Welt und gaben Orakelsprüche,die auf wahren Kriterien basierten. Das Finden des geeigneten Ortes für die Gründung einer Kolonie war für die alten Griechen eine ernste Angelegenheit und die Priester mußten mit ihren Orakelsprüchen sehr vorsichtig sein.

Auf den Wänden des Apollon-Tempels standen Sprüche der sieben Weisen der Antike, wie „Erkenne Dich selbst“ und „Nichts im Übermaß“.

In Delphi organisierte man zu Ehren Apollons eine der größten Feierlichkeiten der antiken Griechen, die Pythien. Die Pythien wurden alle vier Jahre durchgeführt in Angedenken an den Tod des Python,der Schlange, die ein Kind der Mutter Erde war,durch Apollon und bestanden aus athletischen und musikalischen Wettkämpfen.

Die alten Griechen sahen in Delphi das Zentrum der Welt. Aus welchem Grund? Die antiken Griechen liebten Mathematik. Ein Bestandteil ihres Lebens war die Mathematik, die Analogien und die Harmonie, die von diesen Begriffen ausgeht. Ein Blick auf die Landkarte läßt erkennen, daß Dephi an der Verbindungsstelle zweier gleichschenkligen Dreiecke liegt, die aus heiligen Stätten der Antike bestehen. Vielleicht glaubten die alten Griechen, Delphi sei das Zentrum der Welt, weil es das Zentrum ihrer heiligen Welt war.

Die antiken Schriftsteller überliefern über das Orakel folgende Anekdote: Ein Reisender befragte das Orakel nach dem Befinden seiner Familie. Das Orakel antwortete: „Es geht allen gut, auch deinem Vater.“ Der Reisende meinte erstaunt: „Aber mein Vater ist verstorben!“Das Orakel antwortete: „Wir meinen nicht ihn, sondern deinen richtigen Vater...“

 

 

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Der Athene-Tempel
Der Athene-Tempel gehört zum architektonischen Typ der Tholos, ist also ein runder Tempel.


 

Das Theater von Delphi im Vordergrund und der Apollon-Tempel im Hintergrund

 

 



Das Stadion von Delphi


 

 

Ansicht von Delphi
Man erkennt ein ionisches   Kapitell.

 

 

Der „Wagenlenker von Delphi“. Archäologisches Museum Delphi
Der Wagenlenker von Delphi ist eine Bronzestatue. Sein Körper erinnert an eine Säule.Sein Blick ist auf sein Ziel fixiert.Gleich beginnt seine Fahrt. Der Künstler versucht mit der Bronze die Ruhe vor der plötzlichen Bewegung wiederzugeben. Von dem übrigen Gespann ist sehr wenig erhalten. Es handelt sich um eine Weihgabe für den Gott Apollon.


 

Der „Wagenlenker von Delphi“. Archäologisches Museum Delphi.
Sehr wenige Bronzestatuen der Antike sind erhalten,weil sie die Menschen über die Jahrhunderte hinweg häufig einschmolzen um das wertvolle Material anders zu verwenden. Eine davon ist der „ Wagenlenker von Delphi“.

 

 

Delphi:Das Zentrum der Welt
Die alten Griechen sahen in Delphi das Zentrum der Welt: Aus welchem Grund? Mit einem Blick auf die Landkarte sieht man, daß hier das Zentrum ihres Kultes lag.

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