Knossos
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Knossos
Es wird geschätzt, daß der Palast von Knossos etwa 1300 bis 1500 Räume besaß. An einigen Stellen war er fünf Stockwerke hoch. Der Palast von Knossos war auf einem Hügel erbaut, jedoch vom Meer aus nicht sichtbar um nicht durch feindliche Angriffe gefährdet zu sein.

 

 

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Informationen für Besucher

Tel.: +30 2810 231940
Öffnungszeit: 8.00- 20.00
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Zugang: 25 Min. Fahrt ab dem Zentrum Heraklions.
Ticket: 6 Euro
Kinder und Jugendliche bis einschließlich 18 Jahre haben freien Zutritt.
Studenten aus Mitgliedstaaten der EU haben freien Zutritt. Studenten aus nicht EU Staaten ( ab 18 Jahre): 3 Euro
Besucher ab 65 Jahre: 3 Euro

 

Text


Die minoische Kultur Die minoische Kultur blühte auf Kreta zwischen 2.800-1.000 v.Chr. Der Name „minoisch“ bezieht sich auf Minos. Gab es Minos als Herrscher tatsächlich oder war Minos ein Titel für den Herrscher über Knossos ?  Wahrscheinlicher ist Letzteres. Knossos war der wichtigste Palast des minoischen Kreta .Außer dem Palast von Knossos gibt es auf Kreta noch den Palast von Phaistos, Mallia und Kato Zakros. Jeder Palast war der Sitz eines Herrschers. Sie waren für ihren Einzugsbereich Generäle, Oberpriester, oberste Richter und bestimmten sowohl die landwirtschaftliche und handwerkliche Produktion als auch den Handel. Minos, der Herrscher von Knossos, scheint der mächtigste aller Herrscher Kretas gewesen zu sein. Den Historikern nach hatte Minos die Piraterie in der Ägäis bekämpft und schuf eine mächtige Seeherrschaft, der viele Regionen Kretas Steuern zahlten.

Die minoische Silbenschrift ist die Linear-A. Die Entzifferung ist bis heute noch nicht gelungen. Das wichtigste Beispiel der minoischen Schriftkultur ist der „Diskus von Phaistos“, um 1600 v.Chr. datiert.

Die wichtigste Gottheit des minoischen Kreta war die „Göttin der Fruchtbarkeit“. Der Kult der Göttin steht in Zusammenhang mit der Liebe der Menschen zur Natur, dem Zyklus der Jahreszeiten und der Fortpflanzung. Statuetten stellen sie mit nacktem Oberkörper dar, in jeder erhobenen Hand eine Schlange haltend, deswegen auch „Schlangengöttin“ genannt.

Um 1900 v.Chr. werden die ersten großen Paläste in allen Zentren minoischer Kultur errichtet, in Knossos, Mallia, Phaistos und Kato Zakros. Sie wurden also fast ein Jahrtausend nach der Entstehung der Merkmale der minoischen Kultur erbaut. Diese Paläste wurden alle um 1700 v.Chr. zerstört, wahrscheinlich durch ein großes Erdbeben. Gleich nach der Katastrophe begann man an derselben Stelle mit dem Bau neuer, noch prächtiger Gebäude.

Die Paläste Kretas wurden alle nach demselben Schema gebaut. Sie bestehen aus einem komplizierten mehrstöckigen System aus Verbindungsgängen und Räumen, angeordnet um einen großen rechteckigen zentralen Hof .Außer den luxuriösen Räumlichkeiten des Königs und den eindrucksvollen Empfangshallen gab es in den Palästen auch Werkstätten, Vorratsmagazine und Heiligtümer. Auch der Verwaltungsapparat war dort untergebracht. Die Paläste besaßen eine modern anmutende Wasserversorgung und sanitäre Einrichtungen, die auch heute noch funktionieren würden! Rätselhaft und unerklärlich bleibt das Fehlen jeglicher Befestigungsmauern in den Palästen. Hatten Minos und die anderen Herrscher keine Angst vor eventuellen feindlichen Angriffen? Vielleicht garantierte die starke Marine Kretas, daß kein Feind sich traute die Insel anzugreifen.

Die archäologischen Funde bestätigen die zweite Zerstörung aller Paläste Kretas um 1450 v.Chr. Sie gehen in Flammen auf. Was hat diese Katastrophe verursacht? Man kann es nicht mit Sicherheit sagen. Archäologen haben drei Theorien:

1. Der Konflikt unter den Herrschern Kretas.

2. Gesellschaftliche Konflikte: Herrscher wurden von den Untertanen angezweifelt.

3. Konflikte der Zentren des minoischen Kreta mit den Zentren des mykenischen Griechenlands. Die Herrscher der mykenischen Zentren des griechischen Festlandes bekämpften gemeinsam in einem Feldzug die minoischen Zentren Kretas. Der Kampf des minoischen Kreta gegen das mykenische griechische Festland scheint der Kampf einer matriarchalen Gesellschaftsform, der minoischen, gegen eine patriachale ,der mykenischen, zu sein. Einige Forscher sind der Meinung, daß das minoische Kreta auf grund der besonderen Stellung der Fruchbarkeitsgöttin im minoischen Glauben matriarchalisch war.

4. Eine große Naturkatastrophe, z.B. ein Erdbeben. Der Zusammenbruch des Herrschersystems Kretas wurde mit dem Ausbruch des Vulkans auf Santorin in Verbindung gebracht. Heute weiß man, daß dies so nicht zutrifft, denn der Vulkanausbruch auf Santorin fand 150 Jahre vor dem endgültigen Zusammenbruch der Paläste statt. Durch die gewaltige Explosion wurde ein großer Teil der Insel Santorin im Meer versenkt. Der Vulkanausbruch löste auf Kreta ein Erdbeben aus und riesige Flutwellen trafen auf die Insel (Tsunami). Eine breitflächige Zerstörung ist überall auf der Insel Kreta zu sehen.Der endgültige Zerfall der Paläste auf Kreta wurde nicht durch die Explosion des Vulkans auf Santorin hervorgerufen, kann jedoch durchaus eine Naturkatastrophe ,z.B. ein schreckliches Erdbeben, als Ursache haben.Es ist auch möglich,daß die Herrscher der mykenischen Zentren des griechischen Festlandes die schwierige Situation der Machthaber Kretas nach einem starken Erdbeben ausnutzten und sie bekämpften.

Der Palast von Knossos Es wird geschätzt, daß der Palast von Knossos etwa 1300 bis 1500 Räume besaß. An einigen Stellen war er fünf Stockwerke hoch. Der Palast von Knossos war auf einem Hügel erbaut, jedoch vom Meer aus nicht sichtbar um nicht durch feindliche Angriffe gefährdet zu sein. Die ersten Ausgrabungen in Knossos fanden 1878 durch Minos Kalokairinos statt und wurden von Sir Arthur Evans fortgeführt.

Der Mythos des Theseus und des Minotauros: Um 1450 v.Chr. war Athen ein Königreich wie alle anderen dieser Zeit. Auf dem Felsen der Akropolis stand an der Stelle des Parthenon ein Palast, in dem der König Ägeus mit seiner Familie lebte. Zu dieser Zeit bezahlte Athen nicht nur Steuern, sondern war auch gezwungen der Seemacht Kreta einen Tribut an Blut zu zahlen. Alle neun Jahre wurden sieben Jünglinge und Jungfrauen per Los bestimmt und nach Kreta geschickt, wo sie dem im Labyrinth lebenden Minotauros, einer fürchterlichen Kreatur mit dem Kopf und Schwanz eines Stieres und dem Körper eines Mannes, geopfert werden sollten.Die Archäologen sind der Meinung,daß das Labyrinth mit den Lagerräumen im Untergeschoß des Palastes identisch ist. Es handelt sich um ein kompliziertes System aus Gängen und Räumen.

Ägeus΄ Sohn Theseus bot sich an mit der Gruppe der Jünglinge nach Kreta zu segeln, es gelang ihm den Minotauros zu töten und so Athen von dem Tribut des Minos zu befreien. Wie fand er jedoch den Ausgang aus dem Labyrinth? Ariadne, Minos Tochter, hatte sich in Theseus verliebt und gab ihm ein Wollknäuel. Auf ihren Rat hin befestigte er das eine Ende am Eingang des Labyrinths und wickelte es beim Laufen in den Gängen ab.Dem Faden folgend konnte Theseus so den Ausgang finden.

Als Theseus Kreta verließ, um nach Athen zurückzukehren, nahm er Ariadne mit. Sie waren zwei verliebte junge Menschen. Theseus änderte jedoch seine Meinung und ließ Ariadne auf Naxos zurück, einer Insel der Ägäis.Er verließ sie, weil er an eine andere denken mußte, in die er in Athen verliebt war. Dionysos, der Gott des Weines und des Theaters, fand Ariadne auf Naxos, verliebte sich und heiratete sie.

Das Schiff, mit dem Theseus und die Jünglinge nach Kreta gesegelt waren, hatte wegen des traurigen Anlasses der Reise schwarze Segel gehißt. König Ägeus hatte seinen Sohn gebeten die schwarzen Segel gegen weiße zu tauschen, falls es ihm gelinge den Minotauros zu töten und lebend zurückzukehren. Theseus vergaß es. Als sein Vater in der Ferne die schwarzen Segel sah, stürzte er sich am Kap Sounio, wo er jeden Tag den Horizont beobachtete und hoffte, daß sein Sohn lebend zurückkehrt, von einer Klippe ins Meer und ertrank. Das Meer wird seitdem Ägäisches Meer genannt.

 

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Der Thronsaal


 

Der Thronsaal:Teil der Wandmalerei mit den Greifen.
Greifen sind mythische Fabelwesen mit dem Kopf eines Adlers,dem Körper eines Löwen und dem Schwanz einer Schlange.In der Gestalt des Greifen ist die himmlische Sphäre mit der irdischen und der unterirdischen symbolisch vereint.Die Greifen werden normalerweise mit Adlerflügeln dargestellt,nicht jedoch auf dieser Wandmalerei.Hier gilt folgende Symbolik :Die Greifen brauchen keine Flügel,da sie Minos nie verlassen werden.

 

 

Die Halle mit der Wandmalerei des Stieres


 

Der Saal mit der Wandmalerei der Delfine
Aus der Wandmalerei dieses Saales mit den Delfinen folgert man, daß hier die Königin ihr Bad nahm.


 

Die Wandmalerei mit der Prozession

 

 

Gefäß für Rituale in der Gestalt eines Stierkopfes. Archäologisches Museum Heraklion.
In der minoischen Religion ist der Stier ein Symbol der Fruchtbarkeit. Die Opfergaben aus Wein und Öl für die Göttin der Fruchtbarkeit flossen durch den Körper dieses Gefäßes für Rituale durch den Hals und durch die Öffnung am Maul auf den Boden.

 

Die „Schlangengöttin“. Archäologisches Museum Heraklion.
Die „Schlangengöttin“  war die wichtigste Gottheit der minoischen Religion. Man nennt sie auch „Fruchtbarkeitsgöttin“.



Doppelaxt. Archäologisches Museum Heraklion.
Die Doppelaxt ist ein religiöses Symbol und Symbol der Macht des Minos, König des Palastes in Knossos.

 

 

Der Diskos von Phaisto . Archäologisches Museum Heraklion
Der Diskos von Phaistos ist mit den spiralförmig angeordneten Zeichen der minoischen Schrift bedeckt. Die minoische Schrift ist die Linear A.

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