Mykene
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Das Löwentor
Der Palast von Mykene ist von einer Befestigungsmauer umgeben. Der Haupteingang zur Befestigungsanlage ist das Löwentor. Die dreieckige Skulptur stellt zwei Tiere dar, wahrscheinlich Löwen, zwischen ihnen eine Säule. Es handelt sich um das erste Wappen der Welt.

 

Informationen für Besucher - Text - Image Gallery

Informationen für Besucher

Tel.: +30 27515 76585
Öffnungszeit: Archäologische Stätte: 8.00 - 20.00
Die Öffnungszeiten des Museums entsprechen denen der archäologischen Stätte, außer montags, dann ab 12:00 Uhr geöffnet.
Öffnungszeit des Museums montags: 12.00- 20.00
Google Map
Zugang: 1 Stunde 40 Min. Fahrt ab dem Zentrum Athens.
Ticket: 8 Euro
Kinder und Jugendliche bis einschließlich 18 Jahre haben freien Zutritt.
Studenten aus Mitgliedstaaten der EU haben freien Zutritt.
Studenten aus nicht EU Staaten: 4 Euro
Besucher ab 65 Jahre: 4 Euro



Text

Die mykenische Kultur Die mykenische Kultur entwickelte sich in Griechenland in der Zeit von 1600 bis 1100 v.Chr.Der Name mykenisch wird von seinem wichtigsten Zentrum,Mykene, abgeleitet.In Griechenland existieren in mykenischer Zeit kleine unabhängige Staaten.Außer Mykene gab es noch weitere Zentren mykenischer Kultur wie Tyrins, Pylos, Argos, Theben, Sparta und Athen. Die mykenische Kultur blühte auch auf Inseln wie Ithaka und in Asien in am Meer liegenden Troja.Zu ihrer Macht kamen die Herrscher der mykenischen Zentren durch ihre Expansionskriege und den Handel.Mit ihren Wagen und Schiffen bereisten sie Europa,Asien und Afrika.Anfangs wurde die mykenische Kultur vom minoischen Kreta beeinflußt,gewann aber allmählich ihre eigene Physiognomie.

In Mykene und anderen Zentren mykenischer Kultur wurden Paläste mit herrlichen Fresken entdeckt.Auf Hügeln mit Steilhängen erbaut,waren die Paläste von feindlichen Angriffen nicht bedroht.Die Paläste waren von Mauern umgeben,die aus riesigen Steinblöcken bestanden.Viele Jahre nach dem Bau der Mauern meinten die Menschen,daß sie nicht durch Menschenhand entstanden sind,da ein Mensch solche riesigen Steinblöcke nicht heben kann.Also schrieb man ihre Errichtung Wesen mit übernatürlichen Kräften zu,den Zyklopen.Die Mauern werden „zyklopisch“ genannt.Die Zyklopen waren der Sage nach ein wildes Volk riesiger monsterhaften Menschen mit einem einzigen Auge auf ihrer Stirn.

Bei Ausgrabungen mykenischer Zentren fand man Tontafeln mit Symbolen einer komplizierten Schrift.Diese Schrift wurde von den Archäologen Linear B genannt,weil ihre Symbole in der Linear A ihren Ursprung haben,der Schrift des minoischen Kreta.Im Jahre 1952 gelang es den Archäologen M.Ventris und J.Chadwick die Tontafeln der Linear B zu entschlüsseln und zu beweisen,daß sie in der griechischen Sprache geschrieben wurden.

Homer überliefert uns Informationen über die mykenische Kultur.Er lebte vier Jahrhunderte nach der Zerstörung der mykenischen Zentren.Homer schrieb die Volkslieder seiner Zeit nieder,die Lieder,die die Menschen in der Freude und im Leid begleiteten.Er sortierte sie chronologisch,wählte die Varianten, die ihm gefielen und fügte eigene Verse hinzu.So entstanden die Ilias und die Odysee.

In der Ilias berichtet Homer über den Feldzug gegen Troja.Troja nennt man auch Ilion,daher der Name Ilias.Grund für den Feldzug gegen Troja war die Liebe der schönen Helena für Paris.Die schöne Helena war die Gemahlin des Menelaos,König von Sparta.Sie verließ ihren Ehemann,weil sie sich in den Prinzen Trojas,Paris,verliebt hatte,als dieser als diplomatischer Abgesandter in Sparta weilte,und folgte ihm in seine Heimat.Der betrogene Ehemann Menelaos überredete wütend die mächtigsten Herrscher der mykenischen Königreiche an einem Feldzug gegen Troja teilzunehmen um seine Frau zurückzuholen.Anführer des Feldzuges war sein Bruder Agamemnon,König von Mykene.Die Verbündeten nahmen Troja ein und brachten die schöne Helena zurück nach Sparta.Menelaos selbst schleifte sie an den Haaren bis zu den Schiffen.Kurz vor der Eroberung der Stadt wurde Paris von einem Pfeil getroffen und starb.In der Odysee erzählt Homer die Rückkehr des Königs von Ithaka,Odysseus,in seine Heimat nach der Eroberung Trojas.

Bis zum neunzehnten Jahrhundert glaubten die Menschen,daß Homers Geschichten der Phantasie entstammen.Schliemann glaubte,daß Homer sich auf wahre Begebenheiten bezog.Mit den Ausgrabungen in Troja im Jahre 1871 und in Mykene im Jahre 1876 bewies er,daß er Recht hatte.Die von Homer erwähnten Städte gab es tatsächlich und Troja wurde in der Tat von Feinden zerstört.

Das Ende der mykenischen Kultur kam mit der Ankunft der Dorer,sie waren ein griechischer Stamm,der in den Süden Griechenlands einwanderte.Die Einwanderungswellen erreichten die Peloponnes und Kreta.Die Eindringlinge zerstörten die mykenischen Paläste,die nach fünf Jahrhunderten glorreicher Geschichte in Flammen aufgingen.

Mykene Die wichtigsten Bauwerke:

Das Löwentor Mykene ist von Mauern umgeben,die aus großen Steinblöcken bestehen.Das zentrale Tor ist bekannt als das Löwentor.Am Löwentor trifft man auf eine Anwendung der mykenischen Architektur: Normalerweise müßten über dem Türsturz große Steinblöcke liegen,aus denen auch die ganze Mauer besteht.Der Türsturz hätte jedoch das Gewicht der riesigen Steinblöcke nicht halten können und als Folge wäre er zerbrochen und das Tor würde einstürzen.Um das Problem zu bewältigen wurde das Gewicht seitwärts verlagert,mit dem Ergebnis,daß oberhalb des Türsturzes eine leere dreieckige Fläche entstand.In der dreieckige Flächen oberhalb des Tores wurde eine Skuptur angebracht.Es stellt zwei Tiere dar, wahrscheinlich Löwen, zwischen ihnen ist eine Säule.Es ist das erste Wappen der westlichen Welt.

Die Kuppelgräber Die Könige und ihre Familienangehörige wurden in eindrucksvollen Kuppelgräbern beigesetzt.Nach der Beisetzung der Toten wurden die Kuppelgräber mit einem Erdhügel zugedeckt.So entstanden riesige Erdhügel.In den Gräbern entdeckte man kostbare Gegenstände, die die Toten in ihr letzte Ruhestätte begleiteten und sind heute im Archäologischen Museum in Mykene und im Archäologischen Nationalmuseum in Athen ausgestellt.

Der Palast Leider ist der Palast von Mykene nicht in einem guten Zustand erhalten geblieben.Wir erfahren jedoch sehr viel über ihn aus den Berichten Homers.

Das unterirdische Brunnenhaus Quellen der Umgebung speisten mit unterirdischen Leitungen ein unterirdisches Wasserreservoir.Es lag außerhalb der Mauern in einer Tiefe von acht Metern! Es handelt sich um ein Denkmal der mykenischen Architektur. Das Brunnenhaus versorgte die Bewohner von Mykene mit Wasser im Falle einer Belagerung.

 

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Kuppelgrab
In Kuppelgräbern wurden die Könige und ihre Familienangehörige beigesetzt.

 

 

Mykene
Ansicht von Mykene


 

Goldene Totenmaske. Archäologisches Nationalmuseum.
Diese goldene Totenmaske stammt aus der Ausgrabung von Schliemann. Er glaubte, daß es sich dabei um die Totenmaske des Königs von Mykene und Helden des Trojanischen Krieges Agamemnon handelt. Heute wissen wir, daß es nicht stimmt, weil die Totenmaske aus einer Zeit stammt, die um drei Jahrhunderte älter ist als die Epoche des Agamemnon.

 

 

Kopf eines Kriegers aus Elfenbein. Archäologisches Museum Mykene.
Der Krieger trägt einen Helm, der mit Wildschweinzähnen ausgestattet ist. Vielleicht verzierte dieses Werk mykenischer Kleinkunst einen hölzernen Gegenstand. Homer beschreibt in der Ilias einen solchen Helm.

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