Sounion: Der Poseidontempel
AddThis Social Bookmark Button

Sounio: Der Poseidontempel
Am Kap Sounio errichteten die Athener ein von Mauern umgebenes Heiligtum. Im Heiligtum lagen die Tempel, die den Göttern der Stadt geweiht waren.Der wichtigste Tempel war Poseidon geweiht, dem Gott der Meere.Es handelt sich um einen Tempel in der dorischen Ordnung und der einzige,der bis heute noch erhalten ist.Er befindet sich 73 m über dem Meeresspiegel.


Informationen für Besucher - Text - Image Gallery

 

Informationen für Besucher

Tel.: +30 22920 39363
Öffnungszeit: Ab 9.30 Uhr bis Sonnenuntergang.Beachten Sie bitte,daß die letzte Einlaßzeit um etwa 19.45 Uhr ist.
Google Map
Zugang: 1 Stunde 15 Min. Fahrt ab dem Zentrum Athens.
Ticket: 4 Euro
Kinder und Jugendliche bis einschließlich 18 Jahre haben freien Zutritt.
Studenten aus Mitgliedstaaten der EU haben freien Zutritt.
Studenten aus nicht EU Staaten: 2 Euro
Besucher ab 65 Jahre: 2 Euro



Text

Das Heiligtum am Kap Sounio Am Kap Sounio lag in der Antike der südlichste Einzugsbereich des Athener Stadt-Staates. Am Kap Sounio errichteten die Athener ein von Mauern umgebenes Heiligtum. Im Heiligtum lagen die Tempel, die den Göttern der Stadt geweiht waren.Der wichtigste Tempel war Poseidon geweiht, dem Gott der Meere.Es handelt sich um einen Tempel in der dorischen Ordnung und der einzige,der bis heute noch erhalten ist.Er befindet sich 73 m über dem Meeresspiegel.Der zweitwichtigste Tempel war Athene geweiht, der Göttin der Weisheit , nach der auch die Stadt Athen benannt wurde. Auf dem Platz des Heiligtums standen Skulpturen, Weihgeschenke der Stadt oder wohlhabender Athener für die Götter.Eine dieser Statuen, der Kouros (Jünglingsstatue) von Sounio, ist im Archäologischen Nationalmuseum in Athen ausgestellt. In der Antike waren die Tempel und Skulpturen nicht weiß, sondern mit Farben verziert.

Der Bau des Poseidontempels, der heute am Kap Sounio sichtbar ist - Geschichtlicher Rahmen Die Perserkriege sind ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte der Griechen. Die Perser stellten aus allen Winkeln ihres Reiches ein gewaltiges Heer auf um zweimal die Griechen anzugreifen: einmal im Jahre 490 v.Chr. und zum zweiten Mal zehn Jahre später um 480 v.Chr. Die Staatsformen der Griechen-Stadt-Staaten und Königreiche- vereinten sich um gemeinsam den persischen Eindringling abzuwehren.Trotz der zahlenmäßigen Überlegenheit den persischen Heeres endeten beide Feldzüge erfolglos. Die Griechen siegten gemeinsam, weil sie für ihre Freiheit kämpften. Freiheit ist für die antike griechische Kultur ein wesentlicher Begriff.Die Perser und die ihnen unterworfenen Völker kämpften aus Furcht vor ihrem persischen König, ihnen war die Freiheit etwas Unbekanntes.Führend in den Schlachten der Perserkriege waren Athener und Spartaner.Der Sieg über die Perser stärkte das Gefühl des Nationalstolzes und das Selbstbewußtsein der Griechen und gaben der Kultur Antrieb.

Während des zweiten persischen Feldzuges beschloß die militärische Führung des Athener Stadtstaates die Stadt zu räumen und anderswo die Abwehr zu organisieren. So fielen die Perser in die verlassene Stadt ein und plünderten sie. Die heiligen Tempel der Akropolis und des Sounio wurden in Brand gesetzt. Von weitem sahen die Athener die Flammen des Feuers, welches ihre Stadt zerstörte, in den Himmel steigen.Sie gaben jedoch nicht auf, denn sie wußten, daß ihre Stärke in der Flotte lag und vor allem in der Seele ihrer Menschen. Nach dem Sieg der Griechen kehrten die Athener in ihre Stadt zurück und sahen das ganze Ausmaß der Katastrophe.

Jetzt nimmt Athen eine Führungsrolle unter den Griechen ein. Eine Hauptrolle im politischen Leben nimmt zuerst Kimon und später Perikles ein. Perikles fördert die Demokratie. Mit seinen Reformen nehmen die Bürger immer mehr an der Verwaltung ihrer Stadt teil. Die Macht des Adels schwindet. Die Jahre 461-429 v.Chr., in denen Perikles das politische Leben der Stadt bestimmte, sind auch als „goldenes Zeitalter des Perikles“ bekannt-ein Zeitalter, welches im grunde genommen nur dreißig Jahre andauert! Auf Initiative des Perikles werden die zerstörten Tempel der Akropolis und Sounio wieder aufgebaut. Die Tempel der Akropolis, die man dort heute sieht und der Poseidontempel am Kap Sounio wurden im Rahmen des Bauprogramms Perikles errichtet.

Der Poseidontempel, den man heute am Kap Sounio sieht, wurde etwa vierzig Jahre nach der zweiten persischen Invasion fertiggestellt, also um 440 v.Chr.

Der Mythos des Theseus und des Minotauros: Der Ort Sounio steht mit dem Mythos des Theseus und des Minotauros in Verbindung.Der Mythos wird zeitlich ein Jahrtausend vor dem Bau des Poseidontempels angesetzt. 

Um 1450 v.Chr. war Athen ein Königreich wie alle anderen dieser Zeit. Auf dem Felsen der Akropolis stand an der Stelle des Parthenon ein Palast, in dem der König Ägeus mit seiner Familie lebte. Zu dieser Zeit bezahlte Athen nicht nur Steuern, sondern war auch gezwungen der Seemacht Kreta einen Tribut an Blut zu zahlen. Alle neun Jahre wurden sieben Jünglinge und Jungfrauen per Los bestimmt und nach Kreta geschickt, wo sie dem im Labyrinth lebenden Minotauros, einer fürchterlichen Kreatur mit dem Kopf und Schwanz eines Stieres und dem Körper eines Mannes, geopfert werden sollten.Die Archäologen sind der Meinung,daß das Labyrinth mit den Lagerräumen im Untergeschoß des Palastes identisch ist. Es handelt sich um ein kompliziertes System aus Gängen und Räumen.

Ägeus΄ Sohn Theseus bot sich an mit der Gruppe der Jünglinge nach Kreta zu segeln, es gelang ihm den Minotauros zu töten und so Athen von dem Tribut des Minos zu befreien. Wie fand er jedoch den Ausgang aus dem Labyrinth? Ariadne, Minos Tochter, hatte sich in Theseus verliebt und gab ihm ein Wollknäuel. Auf ihren Rat hin befestigte er das eine Ende am Eingang des Labyrinths und wickelte es beim Laufen in den Gängen ab.Dem Faden folgend konnte Theseus so den Ausgang finden.

Als Theseus Kreta verließ, um nach Athen zurückzukehren, nahm er Ariadne mit. Sie waren zwei verliebte junge Menschen. Theseus änderte jedoch seine Meinung und ließ Ariadne auf Naxos zurück, einer Insel der Ägäis.Er verließ sie, weil er an eine andere denken mußte, in die er in Athen verliebt war. Dionysos, der Gott des Weines und des Theaters, fand Ariadne auf Naxos, verliebte sich und heiratete sie.

Das Schiff, mit dem Theseus und die Jünglinge nach Kreta gesegelt waren, hatte wegen des traurigen Anlasses der Reise schwarze Segel gehißt. König Ägeus hatte seinen Sohn gebeten die schwarzen Segel gegen weiße zu tauschen, falls es ihm gelinge den Minotauros zu töten und lebend zurückzukehren. Theseus vergaß es. Als sein Vater in der Ferne die schwarzen Segel sah, stürzte er sich am Kap Sounio, wo er jeden Tag den Horizont beobachtete und hoffte, daß sein Sohn lebend zurückkehrt, von einer Klippe ins Meer und ertrank. Das Meer wird seitdem Ägäisches Meer genannt.

 

Image Gallery

Der „Kouros von Sounio“ (Jünglingsstatue)
Im Bezirk des Heiligtums von Sounio standen Statuen. Die Statuen waren Weihgaben reicher Bürger oder der Stadt Athen für die Gottheiten, die bei Sounio verehrt wurden, d.h. den Gott Poseidon und die Göttin Athene. “Kouros“ ist die Bezeichnung für eine Statue, die einen jungen Mann darstellt.

 

Darstellung des Poseidon-Tempels

Newsletter

 
 

acropolis-museum